Jobeinstieg

Der Jobeinstieg lässt sich grob in drei Phasen gliedern: Die Zeit vor dem ersten Arbeitstag, die erste Arbeitswoche und kurz vor Ende der Probezeit.

Vor dem ersten Arbeitstag

Der Einstieg in einen neuen Job ist für viele eine Herausforderung. Nicht nur muss man sich in einer neuen Umgebung mit neuen Menschen zurechtfinden, es warten auch neue Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten auf einen. Dazu kommt, dass bei einem Wechsel vom Studium in den Beruf der Alltag häufig weniger flexibel wird. Da das alles gerade am Anfang ziemlich überwältigend sein kann, haben wir dir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt, um dir den Einstieg etwas zu erleichtern.

Sehr hilfreich ist es bereits vor Arbeitsbeginn Routinen zu schaffen. Hierzu gehören insbesondere regelmässige und nachhaltige Schlafens- und Arbeitszeiten. Auch die Balance zwischen Arbeits- und Freizeit soll geübt sein. So ist es nicht empfehlenswert mit dem Berufseinstieg alle Freizeitbeschäftigungen zu streichen. Vielmehr solltest du versuchen deine Aktivitäten auf nach der Arbeitszeit zu planen.

Hinweis:

  • Vergiss nicht deine sozialen Kontakte auch mit dem Berufseinstieg weiterhin regelmässig zu pflegen.

Im stressigen Alltag kommt die ausgewogene Ernährung schnell zu kurz. Versuche dir also bereits vorab Gedanken zu machen, wie du deine Mahlzeiten organisierst. Das Vorkochen am Wochenende ist beispielsweise eine gute Möglichkeit, um sich unter der Woche Zeit zu sparen. Auch ein Wochenplan von welchem du ableiten kannst, wann und was du einkaufen gehen muss kann nützlich sein.

Hinweis:

  • Falls du bereits weisst, wo du deine Stelle antreten wirst, ist es eine gute Idee etwas über den Standort und die Umgebung zu recherchieren. Verfügt das Unternehmen vielleicht sogar über eine Kantine? Oder gibt es gute Verpflegungsmöglichkeiten in der Umgebung?

Im letzten Moment zu merken, dass man über keine angemessene Kleidung für den neuen Job verfügt, kann ganz schön nervenaufreibend sein. Damit dir das nicht passiert, solltest du frühzeitig einen Blick in den Kleiderschrank werfen. Überlege dir dabei, welche Kleidungsstücke sich für den Berufsalltag eignen und welche nicht. Achte ausserdem darauf, wie – respektive ob – sich die verschiedenen Stücke angemessen kombinieren lassen. Wenn du merken solltest, dass du nicht genügend passende Kleidung hast, schreib dir am besten eine genaue Liste mit den Dingen, die du noch brauchst.

Hinweis:

  • Berücksichtige bei deinen Überlegungen die Branche und den gängigen Kleidungsstil in dieser. Auch eine kurze Recherche über das Unternehmen selbst kann hilfreich sein. Vielleicht findest du ja sogar ein Video von einem Unternehmensprofil, das dir weiterhelfen könnte?
  • Falls du dir dennoch unsicher bist, welcher Kleidungsstil angemessen ist, kannst du dich an deiner Kleidung aus dem Vorstellungsgespräch orientieren.
  • Grundsätzlich kannst du dir merken: Tendenziell overdressed erscheinen und falls nötig reduzieren geht immer (zum Beispiel durch das Ausziehen von Krawatte und Blazer).

Wenn du nach der Arbeit nach Hause kommst, möchtest du dich entspannen können und dich nicht mit anstrengenden Nachbarn oder Mitbewohnern herumärgern. Auch lange Arbeitswege sind auf Dauer ganz schön zeitraubend. Falls du dich in deiner aktuellen Wohnsituation nicht wohl fühlst oder aus anderen Gründen einen Umzug planst, solltest du dich frühzeitig um eine angemessene Unterkunft kümmern. Überlege dir hierfür genau, was du suchst, welche Kriterien erfüllt werden müssen und was praktisch, aber nicht notwendig ist. Achte auch darauf, dass du deinen Umzug nicht zu knapp vor deinem ersten Arbeitstag planst. So hast du Zeit dich einzuleben und kannst zusätzlichen Stress vermeiden.

Zuletzt kommt möglicherweise einiges Organisatorisches auf dich zu. So solltest du beispielsweise klären, ob du ein neues Konto brauchst, wie viel Geld du mit der neuen Stelle für die Steuern und Versicherungen zur Seite legen musst, und ob sich allenfalls ein neues ÖV-Abonnement lohnen würde. Bei einem allfälligen Umzug kommen ausserdem Aufgaben wie die Ab- und Anmeldung in den Gemeinden hinzu

Hinweis:

  • Überlege dir am besten auch wie du den Überblick über deine Kontoein- und ausgänge behalten möchtest.

Zum Schluss

Wenn du bereits eine Stelle in Aussicht hast, kann es sich lohnen im Vorfeld nach Material zur Einarbeitung zu fragen. So kannst du dich in Ruhe vorbereiten und dich schon einmal mit den Abläufen des Unternehmens vertraut machen. Sei dir aber bewusst, dass dann von dir auch erwartet wird, dass du (zumindest teilweise) eingearbeitet erscheinst.

Die erste Arbeitswoche

Es ist soweit, die erste Arbeitswoche im neuen Job steht an. Damit du trotz Nervosität den Einstieg erfolgreich bewältigst, findest du hier einige nützliche Tipps.

Eine gute Vorbereitung kann dir die Nervosität etwas nehmen. Gehe hierfür deine Notizen aus den bisherigen Gesprächen mit deinem Arbeitsgeber durch, schreibe dir die wichtigen Namen heraus und stelle bestenfalls eine kurze Recherche über die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen oder der Branche an. Frage am besten vorab nach, wie sich die Einarbeitungsphase gestalten wird: Gibt es vielleicht bereits einen Plan oder einen Standardprozess? Falls dies nicht der Fall ist, solltest du sicherstellen, dass du weisst, welche Informationen du brauchst, um starten zu können. Prüfe ausserdem, dass du weisst, wer für dich verantwortlich ist, mit wem du dich triffst und wann du wo sein musst. Dazu gehört auch, den Weg zum Arbeitsort zu kennen und einschätzen zu können, wie lange der Weg – inklusive Stau oder knappen Verbindungen – am Morgen dauert. So stellst du sicher, dass du am Morgen pünktlich – oder bestenfalls etwas vor dem vereinbarten Termin – erscheinst.

Hinweis:

  • Wenn du noch nicht weisst, was dich an deinem Arbeitsplatz erwartet, empfiehlt es sich die wichtigsten Materialien zu Beginn selbst mitzubringen. Merkst du während des ersten Tages, dass dir noch essenzielle Dinge oder Informationen, wie z.B. Passwörter, fehlen, dann schreibe dir eine vollständige Liste und melde dich anschliessend bei deiner Ansprechperson.

Um dir Stress am Morgen zu ersparen, solltest du insbesondere für den ersten Arbeitstag deine Kleidung am Abend vorher schon bereitlegen. Bist du dir nicht sicher, welcher Kleidungsstil angebracht ist, entscheide dich eher für ein etwas zu Schickes als ein zu lässiges Outfit. Du kannst dich hierfür auch an deiner Kleidung für das Vorstellungsgespräch orientieren. Falls nötig, kannst du deinen Kleidungsstil immer noch nach dem ersten Arbeitstag anpassen. Wichtig ist, dass deine Kleidung gut sitzt und du dich in dieser wohlfühlst.

Hinweis:

  • Vergiss nicht einen Blick auf die Wettervorhersage zu werfen und packe lieber einen Regenschirm oder sogar Ersatzkleidung ein, anstatt zu riskieren deinen ersten Arbeitstag klatschnass zu starten.

Starte mit einer positiven Haltung in deine erste Woche. Gib dir selbst Zeit das Unternehmen und dessen Prozesse kennenzulernen. Gehe freundlich und höflich auf deine neuen Kolleginnen und Kollegen zu und zeige in den Gesprächen Interesse am Gegenüber. Nutze beispielsweise die gemeinsamen Pausen, um dein Team und dessen Gewohnheiten (z.B. gemeinsames Mittagessen) besser kennenzulernen. Bleibe dabei selbst bescheiden und insbesondere bei privaten Themen vorerst zurückhaltend. Versuche ausserdem deine Wertschätzung zu zeigen, indem du dir die Namen deiner Gesprächspartner merkst.

Hinweis:

  • Falls dich deine Führungskraft deinem Team nicht vorstellt, solltest du selbst proaktiv auf deine Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen zugehen – das wirkt grundsätzlich positiv.
  • Versuche bereits am ersten Arbeitstag die Unternehmenskultur aufzunehmen und dich dieser anzupassen. Hierunter fällt beispielsweise die Du- / Sie-Kultur, allgemeine Umgangsformen und die Wortwahl.
  • Zeige dich offen gegenüber Feedback und erkundige dich, ob regelmässige Feedbackgespräche vorgesehen sind.

Fragen können dir helfen dich schneller im neuen Unternehmen zurechtzufinden. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass du dein Gegenüber nicht mit unzähligen Fragen überrumpelst und auch keine Fragen stellst, die du mit etwas Eigenrecherche selbst beantworten hättest können. Wenn du hingegen etwas nicht verstehst oder bei deiner Arbeit stecken bleibst, weil dir Informationen fehlen, solltest du proaktiv vorgehen und deine Ansprechperson fragen.

Hinweis:

  • Gerade am Anfang prasseln sehr viele neue Informationen auf dich ein. Um hier nicht den Überblick zu verlieren oder vermehrt nachfragen zu müssen, solltest du dir die wichtigsten Informationen aufschreiben.

Reflexion nach drei Monaten oder kurz vor Ende der Probezeit

Nach circa drei Monaten oder kurz vor dem Ende deiner Probezeit solltest du reflektieren, ob du in deinem Job zufrieden bist und wie du deinen weiteren Berufsweg gestalten möchtest. Hier sind einige Fragen, die dich bei der Reflexion unterstützen sollen:

  • Entspricht der Job deinen eigenen Erwartungen?
  • Kannst du deine eigenen Ideen oder dein bestehendes Wissen einbringen und weiterentwickeln?
  • Wirst du angemessen gefordert und gefördert?
  • Welche Weiterbildungsmassnahmen brauchst du noch? Welche werden vom Unternehmen unterstützt?
  • Entsprechen deine Tätigkeiten jenen, die im Vertrag festgelegt wurden?
  • Fühlst du dich in der vorherrschenden Unternehmenskultur wohl?
  • Gefällt dir die Zusammenarbeit mit deinem Team und deinem Vorgesetzten oder deiner Vorgesetzten?
  • Welche Aufstiegschancen bestehen für dich im Unternehmen?
  • Fühlst du dich gerecht behandelt?
  • Ist deine Vergütung deiner Leistung entsprechend angemessen? Wie wird mit allfälligen Lohnerhöhungen umgegangen?
  • Sind allfällige Kompromisse, die du eingehen musst, auch auf Dauer tragbar?
  • Stimmt für dich die Balance zwischen verschiedenen Arbeitsorten?
  • Sind die Arbeitszeiten nachhaltig tragbar?

Zum Schluss

Die ersten Wochen an einer neuen Arbeitsstelle können herausfordernd sein und Fehler können passieren. Achte folglich darauf, dich stets authentisch, ehrlich und lernbereit zu zeigen.

  • Fallen dir Dinge im Unternehmen auf, welche verbessert werden könnten, dann überlege dir gut, wie und wann du die Kritik vermitteln möchtest. Gib dir dabei Zeit das Unternehmen zu verstehen und Altes nicht schlechtzureden, sondern den Nutzen einer Veränderung darzustellen. Gehe dabei auch auf die Anregungen oder Anmerkungen des Gegenübers ein.

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