Curriculum Vitae

Üblicherweise wird bei einer Bewerbung ein aktueller Lebenslauf (= Curriculum Vitae oder CV) verlangt. Anhand von diesem verschafft sich das Unternehmen ein erstes Bild über die bewerbende Person. Damit dieses möglichst positiv ausfällt, solltest du entsprechend Zeit und Mühe in deine Bewerbungsunterlagen investieren. Dazu gehört, dass deutlich wird, dass du dich mit dem Unternehmen und der Stellenausschreibung vertieft auseinandergesetzt hast. Fokussiere dich folglich lieber auf einige wenige, aber gute Bewerbungen, anstatt denselben CV im Massenversand zu verschicken.

Falls das Unternehmen spezifische Anforderungen an beispielsweise den Inhalt oder die Struktur kommuniziert hat, solltest du dich unbedingt danach richten. Falls dies nicht der Fall ist, haben wir dir im Folgenden die wichtigsten Informationen zum Inhalt und Aufbau eines guten Lebenslaufs zusammengestellt. 

Hinweis:

  • Du muss nicht alle Anforderungen einer Stellenausschreibung erfüllen, um dich bewerben zu können. Wichtig ist jedoch, dass alle Angaben in deinen Bewerbungsunterlagen wahrheitsgetreu sind – Lügen sind ein absolutes No-Go und können im schlimmsten Fall sogar einen späteren Kündigungsgrund darstellen.

Inhaltliches

Deine persönlichen Daten dürfen auf dem Lebenslauf nicht fehlen. Hierzu gehören Vorname, Name, deine Adresse, Telefonnummer und deine E-Mail-Adresse. Üblicherweise werden ausserdem das Geburtsdatum und der Geburtsort aufgeführt. Angaben zur Staatsangehörigkeit und zum Zivilstand kannst du machen, musst du jedoch nicht. Irrelevant sind Angaben zu deiner Religion, deinen Eltern und deinen Geschwistern.

Hinweis:

  • Deinen akademischen Grad kannst du ebenfalls aufführen – ob dies vorteilhaft ist, hängt jedoch von der angestrebten Position und der Branche ab.
  • Auf überflüssige Informationen wie die Bezeichnungen «Lebenslauf», «Name:» oder «Telefon:» kannst du verzichten. Stattdessen solltest du lieber Relevantes, wie deinen Namen selbst hervorheben.
  • Bei der Adresse ist das Land nur anzugeben, wenn du im Ausland wohnst oder dich im Ausland bewirbst. Anderenfalls kannst du es auch weglassen.

In vielen Länder ist ein Foto auf dem Lebenslauf keine Pflicht, bringt aber einige Vorteile mit sich. So wirkt die Bewerbung nicht nur persönlicher, das Foto ermöglicht ausserdem einen Wiedererkennungswert beim Vorstellungsgespräch sowie in der Nachbereitung der Personalverantwortlichen.

Solltest du dich dafür entscheiden, ein Bild aufzuführen, achte darauf, dass dieses aktuell und an der ausgeschriebenen Stelle ausgerichtet ist. Bewirbst du dich beispielsweise bei einer Bank, solltest du im Foto seriös und professionell wirken. Bewirbst du dich hingegen bei einem jungen Start-up, reicht es meist, wenn du casual und gepflegt erscheinst. Bist du dir auch nach einer kurzen Recherche über das Unternehmen unsicher, was erwartet wird, solltest du eher over- statt underdressed wirken.

Um dir Stress bei der Suche nach einem guten Foto zu ersparen, suche nicht auf den letzten Drücker ein geeignetes Bild heraus, sondern kümmere dich frühzeitig darum. So hast du genügend Zeit allenfalls noch einen Termin beim Fotografen zu vereinbaren.

Bei der Darstellung deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs werden die Tätigkeiten und Ausbildungen chronologisch geordnet, wobei Aktuelles zuerst dargestellt wird. Des Weiteren solltest du dir stets überlegen, an wen der Lebenslauf geht und welche Abschnitte für diese Person relevant sind. Für die neue Stelle relevante Abschnitte solltest du demnach etwas mehr ausführen und weniger relevante Stellen eher knapp darstellen oder auf eine Ausführung von diesen sogar verzichten. In der Überschrift eines jeden Abschnitts wird neben der Zeitspanne und dem Ort jeweils aufgeführt, was die jeweilige Tätigkeit umfasst hat und bei wem du diese durchgeführt hast. Darunter führst du auf, was du während der Tätigkeit gemacht hast, welcher Abteilung du zugehörig warst und welche Verantwortlichkeiten du übernommen hast. Wenn du möchtest, kannst du hierunter auch aufführen, welche Soft Skills du bewiesen, oder welche Projekte du realisiert hast.

Hinweis:

  • Bei allfälligen Lücken in deinem Lebenslauf solltest du, wenn möglich, angeben, was du während dieser Zeit gemacht hast (z.B. ehrenamtliches Engagement, Sprachaufenthalt, Weiterbildung, Sabbatical). Des Weiteren solltest du auf die Bezeichnung «arbeitslos» verzichten und stattdessen lieber «ohne Anstellung» verwenden.

Nach den Angaben zu deiner Ausbildung und deinem beruflichen Werdegang solltest du fachspezifische Kenntnisse aufführen. Hierzu gehören beispielsweise Programme, welche in der Stellenausschreibung verlangt werden. Hast du Erfahrung mit diesen, dann führe sie unbedingt auf.

Nach den spezifischen Kenntnissen werden üblicherweise die Sprachkenntnisse aufgeführt. Zu jeder aufgeführten Sprache, gehört hierbei auch das Sprachniveau über welches du in dieser verfügst. Solltest du anerkannte Sprachprüfungen abgelegt haben, dann gib diese gerne als Referenz an und lege die Diplome deinen Bewerbungsunterlagen bei.

Als Nächstes folgt ein Abschnitt zu deinen Freizeitbeschäftigungen. Dieser sollte keinesfalls unterschätzt werden: Er verleiht deinem Lebenslauf eine persönliche Note und ermöglicht den Personalverantwortlichen deine Person besser kennenzulernen. Inhalte von diesem Abschnitt könnten deine Hobbys, Interessen oder dein ehrenamtliches Engagement sein. Führst du ein ehrenamtliches Engagement auf, solltest du auch deine entsprechende Rolle und Tätigkeit kurz beschreiben.

Je nach Bereich kann es üblich sein noch weitere Kategorien, wie beispielsweise Publikationen oder Mitgliedschaften aufzuführen. Dabei solltest du darauf achten, stets den Inhalt in den Fokus zu stellen und mit der Anzahl Kategorien nicht zu übertreiben, da sonst der Überblick verloren gehen könnte.

Formales

Dein Lebenslauf sollte optisch ansprechend gestaltet und das Wichtigste auf den ersten Blick erkennbar sein. Um eine gute Übersicht zu schaffen, eignet sich beispielsweise ein Zeitstrahl. Übernimmst du hierbei eine Vorlage, achte darauf dieser noch eine eigene Note zu verleihen. Das Design sollte ausserdem adressatengerecht sein. So sollte die Bewerbung bei einem eher konservativen Unternehmen eher schlicht und wenig farbenfroh gehalten sein, bei einer Bewerbung bei beispielsweise einer Marketingagentur oder einem jungen Start-up darfst du gerne etwas kreativer werden.

Hinweis:

  • Wenn du deine Kontaktdaten bereits in der Kopf- oder Fusszeile aufführst, brauchst du diese nicht nochmals unter «Persönliche Daten» nennen.
  • Ist dein Lebenslauf sehr umfassend, kann sich allenfalls die Überlegung, ein Titelblatt mit den Angaben zur Person einzufügen, lohnen.

Sollte das Unternehmen mehrere Unterlagen fordern, achte darauf, dass du alle Unterlagen beisammen hast und ausserdem alle Unterlagen ein einheitliches Layout aufweisen. Die Schriftart sollte dabei gut leserlich sein. Geeignet sind beispielsweise die Schriftarten Arial, Helvetica oder Verdana. Legst du Arbeitszeugnisse, Diplome oder ähnliches deiner Bewerbung bei, achte auf eine gute Qualität allfälliger eingescannter Dokumente.

Selbstverständlich solltest du all deine erstellten Dokumente sorgfältig durchlesen, um allfällige Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Vergiss hierbei nicht die angegebenen Kontaktdaten, Jahreszahlen, sowie Details wie die Kopf- und Fusszeile zu überprüfen. Am besten lässt du die Dokumente ausserdem von jemandem in deinem Familien- oder Freundeskreis gegenlesen.

Überprüfe deine Dokumente vor dem Versand unbedingt auf ungewollte Verzerrungen in der Formatierung. Sofern vom Unternehmen nicht anders gewünscht, solltest du deine Unterlagen stets als PDF versenden.

Reichst du deine Bewerbung per Mail ein, achte darauf, dass die Anhänge nicht zu gross sind, da deine Mail ansonsten im Spam landen könnte (je nach Anbieter max. 5 MB). Um sicher zu gehen, dass deine Bewerbung angekommen ist, kannst du beim Adressaten um eine Empfangsbestätigung bitten. Falls du Bilder in ein anderes Format konvertieren solltest, achte unbedingt darauf, dass die Qualität gut bleibt.

Zum Schluss

Hast du deine Bewerbung abgeschickt, aber noch nichts vom Unternehmen gehört? Nach zwei Wochen kannst du freundlich nachfragen, wie es um deine Bewerbung steht. Zeige dich dabei interessiert und kooperativ.

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